Rassestandarts

Deutsches Zwerg-Lachshuhn (Informationen nach Rassestandart, 2006)

Herkunft:

In Deutschland erzüchtet, 1929 erstmalig ausgestellt

Gesamteindruck:

Bewegliches, fünfzehiges Zwerghuhn mit vollem, breiten, aber nicht plumpen Körper, feinem Knochenbau, mittelhoher Stellung, voller Befiederung, vollem Bart, befiederten Läufen und sehr zutraulichem Wesen

Rassemerkmale Hahn:

Rumpf: breit; tief; lang; in der Seitenansicht ein in die Länge gezogenes, hinten etwas tieferes Viereck bildend; waagerecht getragen.

Hals: mittellang; kräftig; voller Behang

Rücken: lang; gerade; in ganzer Länge breit

Schultern: breit.

Flügel: fest anliegend; waagerecht getragen.

Sattel: breit; voll; flach in der Oberlinie

Schwanz: verhältnismäßig kurzfedrig; voll mit kurzen Sicheln bedeckt; leicht ansteigend getragen.

Brust: breit; voll; tief; gut gerundet; weit nach vorn reichend

Kopf: verhältnismäßig klein.

Gesicht: befiedert.

Kamm: einfach; aufrecht stehen; klein bis mittelgroß; regelmäßig gezackt.

Kehllappen: sehr klein; vom Bart verdeckt.

Ohrlappen: vom Bart verdeckt; belanglos

Augen: orangefarbig bis rot

Schnabel: kurz; kräftig; hell bis hornfarbig.

Bart: sehr voller Backen- und Kehlbart

Schenkel: kurz und kräftig; wenig sichtbar; gut befiedert; jedoch ohne Geierfersen

Läufe: mittellang; feinknochig; an der Außenseite befiedert

Zehen: fünf; Außenzehen schwach befiedert; Hinterzehen etwas nach der Innenseite der Läufe angesetzt. Die fünften Zehen über den Hinterzehen sitzend und von diesen deutlich getrennt. Sie sind länger als die Hinterzehen und aufwärts gerichtet.

Gefieder: breit; voll

Rassemerkmale Henne:

Erscheint durch den gut ausgebildeten Bauch und den tiefbrüstigen, waagerechten Rumpf ohne Kissenbildung gedrungener als der Hahn. Der Schwanz ist kurz. Die Kehllappen sind völlig zurückgebildet. Charakteristisch für die Henne ist eine gut ausgebildete Halskrause.

Grobe Fehler Rassemerkmale:

Schwacher, kurzer oder schmaler Körper; stark abfallender, hohler oder Fischrücken; schmaler Bürzel; steiler Schwanz; starkes Sattelkissen; dünner Hals; sehr niedrige oder sehr hohe Stellung; dürftiger Bart; übergroßer oder umliegender Kamm; Geierfersen; vierte und fünfte Zehe aus gleicher knöcherner Wurzel.

Farbschläge:

lachsfarbig, weiß, schwarz, weiß-schwarzcolumbia (Anmerkung: hier wird nur die Farbe lachsfarbig intensiver beleuchtet, da wir nur lachsfarbige Tiere züchten)

Lachsfarbig:

Hahn:

Hals- und Sattelbehang elfenbeinfarben, rotbraune Färbung des verdeckten mittleren Teils der Behangfedern erwünscht; rotbrauner Krausenfleck beim Althahn gefordert beim Junghahn erwünscht. Rücken und kleine Flügeldecken rotbraun, eventuell mit wenig Weißgelb durchsetzt; Flügeldecken messingfarben gesäumt, mit zunehmendem Alter heller werdend. Große Flügeldeckfedern schwarz, eine grün oder bläulich schimmernde Binde bildend. Handschwingen schwarz mit weiß gesäumter Außenfahne. Armschwingen-Innenfahne schwarz, Außenfahne weiß, das weiße Flügeldreieck bildend. Obere Schwanzdecke teilweise rotbraun. Bart, Brust, Schenkel und Schwanz schwarz. Bauch und Laufbefiederung schwarz bis schwarzgrau. Brust, Bauch und Bart haben silberweißes Untergefieder; in den übrigen Federpartien hat dieses einen blaugrauen Schein bei weißem Federschaft.

Henne:

Flügeldecken, Rücken und Bürzel gleichmäßig lachsrot, die einzelnen Federn mit weißlichem Schaft und möglichst weißlicher Säumung. Hals etwas intensiver rot als der Rücken, jede Feder mit weißem oder elfenbeinfarbenem Saum. Die Federn der Halskrause sind ebenso gefärbt. Außenfahne der Schwingen und Steuerfedern lachsrot, Innenfahne mit Grauschwarz durchsetzt. Brust, Bauch und Schenkel rahmfarbig, leichter Überlauf im Schenkelgefieder gestattet. Hinterteil mehlweiß. Bart weißlich. Lauf- und Zehenbefiederung mehlweiß bis weizenfarbig. Untergefieder weißlich, in den roten Federpartien mit einem Schein von Blaugrau bei weißem Federschaft. Lauffarbe fleischfarbig.

Grobe Fehler:

Beim Hahn: Zu wenig Rotbraun in Rücken und Schultern; anderer als weißer Federschaft; völlig fehlender Messingsaum auf Flügeldecken; stark scheckig in Bart und Brust; schwarze Schaftstrichzeichnung im Halsbehang.

Bei der Henne: Fehlende oder zu dunkle Lachsfarbe; völlig fehlende Säumung; sehr starker Überlauf der Lachsfarbe auf Brust und Schenkel; anderer als weißer Federschaft; starker Ruß

 

Gewichte: Hahn 1300g, Henne 1100g.

Bruteier-Mindestgewicht: 40g.

Schalenfarbe der Eier: gelblich.

Ringgrößen: Hahn16, Henne15.

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